Beamte
nehmen traditionell eine Sonderstellung unter den
Angestelltenverhältnissen ein. Denn sie sind als "Staatsdiener"
einerseits zum Teil finanziell privilegiert. Auf der anderen Seite
müssen Beamte aber auch auf viele Arbeitnehmerrechte verzichten, wie
etwa das Recht, zu streiken.
Man kann darüber
streiten, ob die Gesundheitsbeihilfe des Staates für Beamte heutzutage
wirklich noch eine Freude, oder nicht vielmehr - aufgrund langer
Zahlungszeiträume und viel Bürokratie - zur Last geworden ist. De fakto
sind Beamte aber dadurch die einzige Berufsgruppe, für die sich - bei
intakter Gesundheit - eine private Krankenversicherung finanziell mehr lohnt als die gesetzliche Krankenkasse.
Denn Beamte erhalten nur 50 Prozent der Gesundheitskosten vom Staat, den Rest deckt die private Krankenversicherung. Die gesetzliche Krankenkasse
verlangt aber immer 100 Prozent der Beiträge, wodurch sie nur für
Menschen mit deutlichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen die bessere
Alternative ist.